Es geht mir wie uns allen, oder? Wir Leben momentan einen Alltag, der uns vor ein paar Wochen unvorstellbar erschienen wäre. Wie ein schlechter Aprilscherz. Oder vielleicht nicht? Denn trotz aller Unwägbarkeiten: ich wundere mich, was alles funktioniert. Und zwar nicht nur trotz Ausnahmezustand, sondern gerade wegen. Weil es mir ohnehin am besten geht, wenn ich meinen Blick auf positive Dinge lenke, gibt es diesen Monatsrückblick mit einer selbstauferlegten Verpflichtung zum Fokus auf das Positive. Also, lass‘ mal schauen, was los war.

Raus, raus, alle müssen raus!

Sommer, Sonne, Sonnenschein. Die drei Mädchen zelten seit fast zwei Wochen im Kinderzimmer. Fast wie im Urlaub. Und der April war ein Draußen-Monat. Zum Glück! Denn wir befanden uns in den Wochen drei bis sieben ohne Schule und Kindergarten. Und ich frage mich wirklich, wie wir es ohne den grünen Flecken hinter dem Haus ausgehalten hätten.

Wir habe dann also in unserem alten Garten einiges geschafft: Das Gartenhaus entrümpelt, ein morsches Holzdeck abgebaut, den Gemüsegarten leergeräumt und Rasen auf die jetzt freien Flächen gesät. Da wir im Sommer in unser neues Haus umziehen werden, wollten wir den Garten noch einmal auf Vordermann bringen und ohne größere Baustellen hinterlassen – unser kleines Häuschen bleibt in der Familie. Ich hoffe darauf, auch weiterhin mindestens einmal pro Jahr unter dem glamourös blühenden Kirschbaum einen Kaffee zu trinken. Die herrlichen alten Obstbäume werde mir im neuen Garten so fehlen… aber ich wollte ja den Blick auf das Positive lenken!

Claim und Co.

200415

In Sachen Business ist mir im April gelungen, endlich einen Claim für mich zu finden, der passt – nachdem ich bereits im März an diesem Thema herumgekaut und dann Anfang April das Projekt sogar auf Eis gelegt hatte, weil ich einfach nicht weiterkam. Jetzt habe ich ihn also, den Claim: Mut kommt von machen. Wie er entstanden ist und was er mir bedeutet, darüber habe ich hier ausführlich gebloggt.

Am Ostersamstag habe ich zum ersten Mal ein Webinar auf meiner Facebook-Seite gestreamt. In 30 Minuten gab es eine Menge Tipps, wie Ideen zu konkreten Plänen werden können, die sich dann auch umsetzen lassen. Ich sag‘ mal so: es kommt auch darauf an, ob wir die ‚richtigen‘ Ideen haben… Zum Webinar habe ich ein Workbook erstellt, das durch den gesamten Prozess begleitet, vom Ideen-Check bis hin zur Planungs-Checkliste. (Dieses Workbook kannst du hier bekommen.)

Außerdem sind ein paar spannende Projekte in meinen Kalender gehüpft, über die ich im Mai sicher an der einen oder anderen Stelle mehr berichten werde. Eines davon ist mein Beta-Kurs ‚Positionierung für Multipreneure‘. Ich habe im April insgesamt zwölf Plätze an Selbständige vergeben, die sich mit mir von 4. bis 29. Mai auf eine Reise begeben. Wir werden vier Wochen lang an ihrer authentischen Positionierung arbeiten. Besondere Herausforderung: alle zwölf haben mehr als ein Standbein. Ich bin gespannt, welche Konzepte wir entwickeln werden.

Mit meiner Designerin habe ich über Logo-Entwürfen, Farben und Schriften gebrütet, und wir werden im nächsten Schritt testen, wie ich mit den Ideen, die wir gerade haben, in der Umsetzung klarkomme. Auf Social Media gibt es da ab Mai einiges zu sehen. Ich bin gespannt, wie sich mein neues ‚Outfit‘ im Alltag für mich anfühlt.

Social Media sozial

https://www.instagram.com/p/B_PYRNxH9FQ/

Der Post, der im April auf Instagram und Facebook die meisten Reaktionen und Kommentare bekommen hat, war der mit dem wahrscheinlich schlechtesten Bild und der miesesten Stimmung seit langem. Ich war so durch an einem gewissen Punkt, dass ich meinem Frust einfach mal Luft machen musste. Daraufhin habe ich so viele nette Kommentare und PNs bekommen, dass es mir direkt viel, viel besser ging. Dieses ’social‘ in Social Media scheint echt zu funktionieren, wenn es drauf ankommt. Und die Reaktionen ermutigten mich einmal mehr, auch Gesicht zu zeigen, wenn nicht alles läuft. Etwas, das ich mir für die kommenden Wochen nocht viel stärker vornehmen möchte.

Lesefieber

Im April habe ich es tatsächlich geschafft, drei Bücher zu lesen (unbezahlte und unbeauftrage Werbung, weil ich Titel nenne und zum lokalen Buchhandel verlinke):

  • Der Gesang der Flusskrebse von Delia Owens
    Die wunderschön traurige und beeindruckende Lebensgeschichte eines Mädchens, das ganz ohne Schulbildung und am äußersten Rand der Gesellschaft zur Frau wird, die sich aufgrund ihrer unbändigen Leidenschaft und Beobachtungsgabe für die Natur, in der sie lebt, zu einer angesehenen Wissenschaftsautorin entwickelt. Verwoben ist die Geschichte mit der Natur der so genannten Marsch, einem Mordfall, einer Liebesgeschichte und den Gedichten einer jungen Autorin. Ich war sehr traurig, als ich die letzte Seite erreicht hatte.
  • Leben, schreiben, atmen von Doris Dörrie
    Noch ein Buch, das von mir aus gerne ein paar Seiten mehr hätte haben dürfen. Doris Dörrie schreibt über ihr Leben und beschreibt ganz nebenbei, wie sie Geschichten findet, entwickelt und dann – ja: einfach schreibt. Sie stellt immer wieder Fragen, die die eigene Phantasie ankurbeln und ermutigt, die eigenen Geschichten wiederzuentdecken und sich von nichts und niemandem davon abhalten zu lassen, sie zu erzählen.
  • Everything is figureoutable von Marie Forleo
    Die US-amerikanische Online-Unternehmerin und Tänzerin Marie Forleo sprocht in ihrem Buch die klassischen Scannerpersönlichkeiten an – auch wenn sie das nicht explizit formuliert. „Do you ever have trouble finishing what you start? Do amazing ideas come to you all the time but after the initial excitement wanes you struggle to follow through?“ Und dann erläutert sie, warum für sie das Lebensmotto ihrer Mutter, ‚Everything is figureoutable‘, der Schlüssel zu Erfolg und Zufriedenheit ist. Ein bisschen amerikanisch, aber dennoch leicht zu lesen und mit einigen Aha-Momenten gespickt.

Und der Mai?

Der Mai wird Ausnahme-Mai sein. Ich habe einen Haufen Pläne, und ich habe mir vorgenommen, auch dann zufrieden mit mir zu sein, wenn ich nicht alle in die Tat umsetze. Das nächste Buch ist schon angelesen. Ich werde weiterhin das Positive in den Fokus rücken. Und vielleicht ab und zu mal meinen Frust rauslassen, wenn ich einen Energieschub von euch da draußen gebrauchen könnte.

Was steht bei dir an im Mai?