‚Frühling in der Schwebe‘ – so nannte eine Followerin auf Instagram den Zustand, in dem wir uns gerade befinden. Diese Beschreibung finde ich sehr treffend. Denn ja, das Wetter ist hier bei uns absolut frühlingshaft, die Kinder sind gut gelaunt und genießen einfach die freie Zeiteinteilung. Wir sind viel im Garten, essen draußen, die beiden Großen machen mit Feuereifer die Aufgaben aus der Schule, die Dreijährige freut sich auf den Osterhasen und ist ansonsten wie immer ein Energiebündel. Ja, und das Baby ist ohnehin ganz im Moment. Für mich hat sich auf den ersten Blick sehr wenig geändert, und doch fühlt sich alles ganz anders an.

Eine Sache ist mir in den ersten drei Tagen dieser Woche positiv aufgefallen: Ich arbeite zwischen Buntstiften, Bauklötzen, Büchern, der Wäsche, den Krümeln, den herrenlosen Bechern und den gemeinsamen Mahlzeiten irgendwie fokussierter als sonst – so empfinde ich es zumindest. Und wundere mich. Und finde beim darüber Nachdenken drei Gründe für diese höhere Konzentration:

  1. Ich bereite meine Arbeitszeiten bewusst vor (inkl. Programm für die Kinder) und kommuniziere dann ganz klar, dass ich JETZT arbeite. Die Großen verstehen das inzwischen sehr gut und halten sich daran, mich für einen gewissen Zeitraum nicht zu stören.
  2. Ich plane zwar die Inhalte meiner Arbeitsphasen, aber wo immer möglich nicht den fixen Zeitpunkt. So kann ich ganz flexibel direkt losarbeiten, wenn z.B. das Baby schläft.
  3. Ich neige als klassischer Scanner sehr leicht dazu, mich von den vielen, spannenden Dingen da draußen ablenken zu lassen. Dann springt meine Kreativitätsmaschine an und ich verliere oft aus den Augen, was ich eigentlich tun wollte. Das passiert gerade eher selten, weil ich kaum Gelegenheit habe, diese Ablenkungen zuzulassen, also nicht durch meinen Instagram-Feed scrolle oder mich stundenlang in Pinterest verliere.

Diese Erkenntnisse sollte ich auf jeden Fall mitnehmen in einen ’normalen‘ Arbeitsalltag, der hoffentlich in ein paar Wochen wieder möglich sein wird. Welche positiven Erkenntnisse hast du aus den ersten Tagen mitgenommen?